Anstand und Haltung….

…gibt es scheinbar bei einigen wenigen Kollegen meines Arbeitgebers nur im beschränkten Maße. Wie Ihr inzwischen mitbekommen haben dürftet, arbeite ich für die Daimler AG.

Einige Kollegen bildeten auf facebook eine Gruppe mit dem Namen „Daimler Kollegen gegen Stuttgart21“. Darin wurden einige Personen als “Spitze des Lügenpacks” bezeichnet, darunter auch unser “Chef” Dieter Zetsche. Daimler bestellte darauf einige von Ihnen zum Gespräch ein – zurecht wie ich finde. Kollegen (auch der “Chef” ist ein Kollege) öffentlich zu beleidigen ist nicht nur gegen die guten Sitten, sondern auch “nicht besonders hell”, den diese könnten es ja mitbekommen…

Für die einbestellten Kollegen blieb der Vorfall allerdings ohne Konsequenzen, man habe sie nur auf darauf aufmerksam gemacht, dass sie “öffentlich sichtbar gegen interne Verhaltensrichtlinien verstoßen“, wie es im Daimler-Blog nachzulesen ist.

Die Gruppe gibt es inzwischen nicht mehr. Ob der Gruppengründer selbst gelöscht hat oder facebook, bleibt fraglich. Beide Versionen geistern im Netz herum. Falsch ist auf jeden Fall die Behauptung “Daimler habe löschen lasssen”, da dies laut den facebook-Richtlinien nicht funktionieren kann.

Ich denke nicht, dass Kollegen einbestellt wurden, die nur zufällig in der Gruppe waren, sondern explizit diese, die beleidigende Kommentare verfasst hatten und zu genau diesen “gefällt mir” geklickt hatten, wenn ich es richtig verstanden habe. Bei anderen Artikeln im Netz bekommt man das Gefühl, die bloße Zugehörigkeit zur Gruppe habe ein Gespräch zur Folge gehabt.

Das Social Media Monitoring scheint auf jeden Fall bei meinem Arbeitgeber zu funktionieren, auch wenn erklärt wurde, dass dieser Fall nicht durch SMM entdeckt wurde, sondern durch gezielte Hinweise. Es wird erklärt, dass man mit SMM keine Mitarbeiter bespitzeln wolle. Ein Weblog einer Firma, die sich mit SMM beschäftigen, behauptet andere Sachen, ich vermute dahinter Geschäftstüchtigkeit aber nicht unbedingt viel Substanz.

 

Fazit: Meine persönliche Meinung zum Thema ist schon immer so gewesen und wird auch immer so bleiben:

Wer seinen Arbeitgeber, dessen Vorstand  oder dessen Angestellte öffentlich sichtbar beschimpft oder beleidigt, ist selbst schuld, wenn er zum Gespräch geladen wird. Damit hat die Daimler AG noch sehr besonnen reagiert, finde ich. Wenn ich bei einem “Handwerkerle” angestellt bin und erzähle im Dorf rum, dass er ein “Trottel” o.ä. ist, habe ich einen Arbeitsplatz gehabt. Ähnlich könnte  es sich im globalen Dorf / Internet mit Automobilherstellern verhalten. So weit sollte man schon denken können. Mit Bespitzelung hat das aber nichts zu tun. Eher mit Reputation. Wie sieht das denn aus, wenn die eigenen Mitarbeiter den Chef öffentlich beschimpfen?! Schlecht! Richtig!

 

 

Der Artikel gibt meine persönliche Meinung wieder, sollte etwas fachlich nicht richtig sein, bitte ich um gezielte Hinweise darauf!

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